Hochbegabung

Eine besondere Begabung ist ein Geschenk, eine Ressource für das Individuum und die Gesellschaft. Bei der Feststellung einer Hochbegabung sind nicht nur der Intelligenzquotient (IQ >=130) sondern viele andere Einflussfaktoren zu berücksichtigen. Bei genauer Betrachtung ist die Antwort auf die Frage „Wann ist ein Mensch besonders begabt oder hochbegabt?“ schwierig. Zählt nur der IQ? Wie lautet die Antwort, wenn ein Kind als hochbegabt getestet wurde, aber schlechte Schulnoten erhält? Was ist bei Inselbegabungen (sportliche oder musikalische Hochbegabung) zu berücksichtigen? Wann liegt eine Unterforderung, wann eine Überforderung vor? Heißt „Hochbegabung“ auch „hohe Leistungsfähigkeit“? Und vor allem: heißt „Hochbegabung“ auch „Glück, Erfolg, Zufriedenheit“?
Leider nicht. Es gibt viele besonders und hochbegabte Menschen, die es leichter als ihre Altersgenossen haben. Es gibt jedoch auch viele, die sich rechtfertigen müssen, ob ihrer Andersartigkeit. Die von Rivalität, Missgunst und Mobbing betroffen sind. Die ihre Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr zeigen können. Kinder, die in der Schule mit Verhaltensauffälligkeiten und Konzentrationsstörungen oder motorischer Unruhe reagieren. „Klassenclown – Störenfried – Nervensäge“: Häufig leiden sie unter psychosomatischen Störungen (z. B. Kopf- oder Bauchschmerzen, Schlafstörungen und eine hinter Aggressivität versteckte Depression), schlafen schlecht und wirken traurig.

Eine genaue Diagnostik ist wichtig um Stärken und Schwächen zu erkennen. Dann ist eine angemessene Beratung und Förderung möglich und das psychische und persönliche Wohlbefinden kann (wieder-) hergestellt werden.

 

Diagnostik und Beratung


Wenn es Fragen zum Thema Begabung gibt, so biete ich neben der Feststellung des kognitiven Potentials durch standardisierte, differenzierte Intelligenztests weitere Untersuchungen an. Kenntnisse über die aktuelle Situation (Interessen, Leistungsverhalten, Arbeitsstil, familiäre Situation, Verhalten zu Gleichaltrigen, körperliche Verfassung, ggfs. psychische Auffälligkeiten) sind ebenso wichtig wie die bisherige Entwicklung des Kindes. Auskünfte von Dritten (Schulzeugnisse, Vorbefunde, Unterrichtsbeobachtungen, Arztbriefe u.s.w.) sind für mich sehr hilfreich. Ich interessiere mich uns für die Art des Denkens der Kinder, für ihre Kreativität und Fantasie. Unser Ziel ist es, ein umfassendes Bild von dem Kind und seiner Umwelt zu erhalten, unser Ansatz ist ganzheitlich und integrativ.
Im Anschluss an unsere umfassende Diagnostik erfolgt eine Beratung, die genau auf Ihr konkretes Anliegen abgestimmt ist. Dabei beachte ich das Bedingungsgefüge zwischen Kind, Familie, Umwelt und Schule. Beratung richtet sich aus diesem Grunde an die betroffenen Kinder und Jugendlichen aber natürlich auch an die Eltern und, sofern dies gewünscht ist, an die pädagogischen und/oder therapeutischen Begleitpersonen der Kinder.

 

Förderung


Besonders und hochbegabte Kinder brauchen sehr häufig ein spezifisches Förderangebot, das sich an das eigentliche Potential (nicht unbedingt an die gezeigte Leistungsfähigkeit z. B. in der Schule) anlehnt und den Austausch mit Gleichgesinnten ermöglicht.

Wenn psychiatrische Behandlungen nötig sind, so sind diese in meiner Praxis immer auf die Anforderungen hochbegabter Kinder und Jugendlicher abgestimmt.

 

Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom | AD(H)S

Kinder mit einer Störung in der Aufmerksamkeit (Konzentration) haben es deutlich schwerer als andere Kinder. Vor allem in der Schule sind sie leichter ablenkbar, können Arbeitsaufträge weniger gut verstehen, haben Probleme bei Gruppenarbeiten oder bei einer lauten Geräuschkulisse. Manche von Ihnen sind zusätzlich motorisch unruhig (hyperaktiv), dann spricht man von einem ADHS. Das impulsive, schnelle und ungesteuerte Verhalten führt häufig zu sozialen Konflikten und Ausgrenzungen.
"Verträumte" Kinder mit einer Konzentrationsstörung ohne gesteigerte Motorik und Impulsivität sind von einem ADS betroffen.

All diese Auffälligkeiten können auch Kinder aufweisen, die kein AD(H)S haben! Deshalb ist eine differenzierte Diagnostik wichtig, nur dann ist eine adäquate Behandlung möglich. Sofern keine Vorbefunde vorhanden sind, umfasst solch eine Diagnostik mindestens 4 bis 6 Einzeltermine. Nach der Diagnosestellung favorisieren wir ein Behandlungskonzept, das auf mehreren Säulen ruht.

In meinem Angebot der Kinderpsychotherapie ist das Spiel ein wichtiges Ausdrucks- und Kommunikationsmittel. Das Kind inszeniert und bearbeitet seine Konflikte im Spiel. Aufgabe der Therapeutin ist es, die spielerische Darstellung zu verstehen, die unbewussten Motive zu erfassen und in geeigneter Form zur Verfügung zu stellen. Dadurch wird dem Kind ermöglicht, neue Erfahrungen zu machen und Gefühle zu erleben, die ihm helfen seine innere Welt neu zu ordnen, Zusammenhänge zu erkennen und angemessenere Lösungen zu finden.

Parallel zur Kindertherapie finden begleitende Elterngespräche statt. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Therapie von den Bezugspersonen mitgetragen wird und die Eltern die Entwicklungsschritte des Kindes unterstützen können.

 

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